Buch Wien. Teil II.

Zwischen all den Nischen der verschiedenen Verlage, fanden wir uns am Rowohlt-Stand wieder und da stach mir ein Buchtitel besonders ins Auge. Eigentlich recht unspektakulär, Wald von Doris Knecht, doch gerade deshalb fand ich ihn faszinierend. Ebenso ein eher nüchterner Klappentext, in dem die Handlung und die Protagonistin kurz angerissen sind und wenig verrät. Doch als ich die ersten Seiten durchlas, gefiel mir ihr eher kurzer Satzbau und metaphorischer Stil, sehr. Deshalb wurde das Buch kurzum erworben, trotz kleiner Misere am Thalia-Stand. Denn wieder einmal hatte ich Pech und das Buch war nicht im Bestand. Doch so hatte ich das Glück im Unglück, als ich wieder zur Rowohlt-Nische zurück tigerte, dass die nette Standdame mir das einzige verfügbare Exemplar auf der ganzen Messe in die Hand drückte und ich es kaufen konnte.

Um 13.00 stand die nächste Lesung, die mein Interesse geweckt hatte, auf dem Programm: Alva Sokopps Roman Gut gekühlt ist fast geerbt. Eine überraschender Weise junge Frau saß auf dimages.jpgem Podest mit dem etwas unkonzentrierten Moderator Dominik Kamalzadeh vom Standard. Der Moderator machte es Sokopp nicht unbedingt leicht, da er ein paar Mal zu oft den Fehler machte anstatt von einem Kriminalroman, Kriminalfilms sprach. Das stiftete ein wenig Verwirrung und brachte die eh schon leicht aufgeregte Autorin aus dem Konzept. Sokopp pflegte darauf hinzuweisen, dass dies ihr „erster Roman mit Krimirichtung“ war. Darin geht es um zwei Frauen, die versuchen eine Leiche unter die Erde zu bringen, so dass die Hinterbliebenen möglichst wenig davon profitierten. Das Hauptproblem und somit der Dreh und Angelpunkt: Die Kühlung der Leiche. Da der Roman in einem kleinen Dorf spielt, ist die erste Anlaufstelle natürlich der Bestatter. Doch viel mehr möchte ich gar nicht vorwegnehmen. Ein einfacher Kriminalroman mit viel Witz und Charme. Vielleicht wird sich dieser auf meiner Leseliste im neuen Jahr wiederfinden.

Die dritte Lesung musste ich ausfallen lassen, da die Motivation sank und meine Begleitung für den Tag, mir Wien nicht nur von der Bücherseite zeigen wollte. Abschließend sollte, für den kleinen Reisebericht, festgehalten werden: Die Messe war zwar reichlich vielfältig und groß, aber an den einzelnen Ständen fühlte man sich – so muss ich doch gestehen – etwas verloren. Vertreten waren dennoch alle Verlage mit Rang und Namen und zudem auch eine Vielzahl an verschiedensten Genres.

Da dies, wie schon angesprochen, meine erste Buchmesse war (und ganz bestimmt nicht die letzte), so hoffe ich, kann ich mein Urteil und die Sichtweise noch um einiges erweitern.

Teil I findest du hier.

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