Schöne Bescherung.

Frisch aus der Kitschwelt komme ich her, ich kann euch sagen, es weihnachtet sehr!

Es ist wieder so weit: Wir befinden uns mitten in der Weihnachtszeit und verlieren in regelmäßigen Abständen die Kontrolle über unser Verhalten. Wir grölen „Last Christmas“ im Auto vor uns hin, sehen uns Filme an, deren Titel wie „Christmas Prince“ nur so nach Sexismus und Kitsch schreien. Dinge gegen die wir uns das ganze Jahr über wehren. Und auch wenn die meisten Menschen offiziell von Weihnachtsliedern spätestens zum 24. Dezember genervt sind, verweisen Radiosender ab Anfang November auf den Wunsch ihrer Hörer nach Weihnachtsliedern.
Und natürlich kann sich auch der Buchmarkt dem Weihnachtszauber nicht entziehen. Im Folgenden möchte ich euch meine Weihnachtsbücher vorstellen, die ich die letzten Jahre so gelesen habe.

Wer den absoluten Kitsch sucht, ist bei Sarah Morgan an der absolut richtigen Stelle. Ihre beiden Bücher „Weihnachtszauber wider Willen“ und „Winterzauber wider Willen“ spielen in einem winterlichen Familienresort innerhalb der Familie, die den Resort leiten. In den „Winter“-Bänden finden zwei der drei Brüder die große Liebe. Und wer gar nicht genug bekommen kann von der Familie O`Neil, dem kann man das „Sommer“-Pendant „Sommerzauber wider Willen“ empfehlen, in dem der dritte Bruder seine Angebetete erobert. Natürlich sind die Geschichten vorhersehbar aber ich finde auch durchaus charmant und absolut familien- und weihnachtsathmosphärisch. Ich finde es auf jeden Fall schade, dass ich dieses Jahr den letzten Band lese.

Sehr gut gefallen hat mir auch „Das Weihnachtsglas“ von Jason F. Wright. Ich glaube es muss mittlerweile schon drei Jahre her, dass ich das Buch gelesen habe. Aber kann mich erinnern, dass mich die Geschichte damals unglaublich berührt hat. Ich glaube es geht um eine Reporterin, die über einen ganz bestimmten Weihnachtsbaum berichtet.

Richtig witzig fand ich den „Weihnachtshund“ von Daniel Glattauer, der auch Klassiker wie „Gut gegen Nordwind“ geschrieben hat. Ich musste wirklich teilweise laut loslachen beim Lesen, was natürlich auch daran liegen kann, dass ich selbst einen etwas eigentümlichen Hund zuhause habe. Wirklich, wirklich zu empfehlen! Das mit Abstand witzigste Buch, das ich je gelesen habe!

Nicht allzu empfehlenswert find ich „Weihnachtsglitzern“. Es war mir einfach zu langweilig und klischeebehaftet. Aber dabei eben zu wenig charmant und speziell. Auch das Theater rund um das am schönsten dekorierte Schaufenster fand ich etwas nervig. Für mich der Beweis, dass es durchaus qualitativ unterschiedlichen Kitsch gibt.

Und zum Abschluss noch eine echte Herzensempfehlung: „Eine wundersame Weihnachtsreise“ habe ich damals zu Abiturzeiten gelesen und kann mich immer noch genau darin erinnern, weil es für mich sämtliche Weihnachts-Kriterien enthält. Eine wirklich magische Geschichte mit ganz viel Weihnachten und Liebe. So muss das sein.

Also hier mein offizieller Apell: Gebt euch Weihnachten hin. In seiner ganzen Gänze und mit eurer ganzen Gänze! Einfach den Kopf ausmachen, sich über nichts ärgern und nicht allzu kritisch mit sich selbst sein, weil man vielleicht gerade einen Käse liest. Und auch nicht zu kritisch mit den Autoren sein, die eben auch einfach ihre innerliche „Weihnachtssau“ herauslassen müssen. So wie wir es eben alle tun, wenn wir im Auto laut und ungebeten „Last Christmas“ von uns grölen.

Frohe Weihnachten!

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