[Geplauder] Indiebücher und Offline-Buchhandel.

Hier und da hört man über die verschiedensten lebenserhaltenden-Buch-Maßnahmen. Zum einen stolperte ich in letzter Zeit schon häufiger über solch´wunderbare Ideen, wie beispielsweise die von We Read Indie. Hierbei werden nämlich Kleinverlage und unabhängige Verlage unterstützt. Ich persönlich bekomme sehr wenig mit über sogenannte „Indiebücher“, da die meisten Buchläden auf die Bestsellerliste der großen Verlage setzen. Umso besser gefällt mir also die Idee hinter dem We Read Indie-Projekt und deshalb werde ich auch versuchen Indiebücher zu lesen und das Ganze zu unterstützen.

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Zum anderen konfrontieren einen ganz lokale Nachrichten vom Lieblingsbuchladen um die Ecke – oder eben in der etwa 300km entfernten Heimat, würde aber unelegant klingen –, dass dieser von einem Titanen wie Osiander übernommen wird. Unzufriedenheit, Raunen und Entsetzen gabs´ da auch an meinem Familientisch. Denn meine Eltern kaufen nicht nur dort seit Jahren ihre Lieblingsstücke, sondern nehmen auch regelmäßig an den kleinen Lesungen im Buchladen teil und sind überzeugte Unterstützer des Offlinemarkts. Dazu sollte gesagt sein, dass Wangen im Allgäu – ganz südlich und gar nicht weit vom Bodensee – ein kleines aber doch aufstrebendes Städtchen ist. Mit den etwa 27 000 Einwohnern sind wir also mit einem kleinen persönlichen Buchladen sehr zufrieden und wollen es auch gar nicht anders.
Buchhandlung Ritter – so heißt der kleine heimische Buchladen nämlich – wird also schließen und von Osiander übernommen. Die Inhaberin, Frau Trautmann-Feßler, hat dazu auch in der Ritter-Post Stellung bezogen und eigentlich klingt diese Übernahme gar nicht so schlecht. Denn zum einen hat Ritter nicht die idealste Lage und zieht nun in die Fußgängerzone und die Ladenfläche vergrößert sich erheblich. Zum anderen – meiner Meinung nach am wichtigsten – das ganze Team darf bleiben.  Deshalb wichtig, weil die langjährige Erfahrung und das Wissen über den Lesegeschmack der Kunden zählen. Also kann so eine Veränderung auch etwas Positives haben, zumindest bin ich schon sehr gespannt auf die neue Ladenfläche und die größere Auswahl.

Seid ihr also auch Verfechter des Onlinemarkts und Unterstützer der kleinen Buchläden? Und lest ihr auch mal abseits der allgemeinen Bestsellerliste?

5 Kommentare zu „[Geplauder] Indiebücher und Offline-Buchhandel.“

  1. Ich liebe kleine, möglichst vollgestopfte Buchhandlungen und bestelle Bücher meist in der um die Ecke. Internet ist hier, außer beim Erwerb gebrauchter Bücher, tabu. Auch Riesen wie Dussmann in Berlin besuche ich gern, es hat einen unglaublichen Reiz, wenn so viel vorrätig ist. Aber dann sehe ich die Menschenmassen, die dort ein und aus gehen und bestelle dann aus Solidarität doch wieder in der winzigen Buchhaltung.
    So ein Laden hebt die Lebensqualität einer Kleinstadt enorm. Alles Gute für eure Buchhandlung.
    Viele Grüße
    Jana

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    1. Vielen lieben Dank für deine Antwort, schön das es noch mehr von den Nostalgikern gibt! Das mit den gebrauchten Büchern sehe ich genauso, das läuft leider meistens über Amazon, vorallem für welche für die Uni.
      Dussmann kenn ich noch gar nicht (liegt wohl daran, dass ich aus dem Süden komme :D) Aber wir haben hier auch so Giganten wie Hugendubel, die mir einfach auch manchmal zu überfüllt sind!
      Liebe Grüße
      Jelena

      Gefällt 1 Person

  2. Ich mag kleine Buchhandlungen, ich mag aber auch größere. Meistens kaufe ich beim Pustet – ist ja auch eine Kette, aber eine kleinere und ich wohne nur ein paar Minuten entfernt. Manchmal laufe ich ein paar Meter weiter und bin dann in einer kleineren Buchhandlung. Die sind auf zeitgenössische Belletristik spezialisiert – wenn ich also Lust auf Fantasy habe, dann gehe ich also lieber woanders hin.
    Gebraucht kaufe ich auch, aber eher selten. Das mache ich teilweise offline (hier gibt es auch Second Hand Bücher), teilweise online (wenn ich was ganz bestimmtes suche).
    Ebooks kaufe ich bei Amazon – ich gehöre zu denen, die sich sofort einen Kindle gekauft haben, als Amazon die ebooks in Deutschland anbot. Wenn die Tolino Leute genauso schnell gewesen wären, dann hätte ich wohl länger überlegt. 😉

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    1. Danke auch dir! Den Pustet kenne ich sogar, gibt es zumindest in Passau auch :).
      Stimmt an Ebooks denke ich selten, besitzte zwar auch einen Reader, aber mag Bücher gerne zum anfassen und durchblättern.

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