[Geplauder] Was noch alles kommen wird.

Lange hat der nächste Beitrag nun auf sich warten lassen. Im Zentrum meiner Zeit steht momentan die Bachelorarbeit und dem noch immer aktuell verbundenen Stress ein Praktikumsplatz zu finden, der sowohl räumlich als auch zeitlich in mein Leben passen sollte.

Aktuell hat sich nun auch ein wenig am Literaturblog geändert. Zum Einen werde ich den Blog wieder alleine weiterführen und zum Anderen diesen strukturell etwas umbauen, da sich mit der Zeit manche, bisher zum Teil ganz oder eben nur halb ausgearbeiteten Ideen, nicht ganz umsetzen lassen konnten und lassen wollten.

Das heißt die Rubrik „Wie war das nochmal?“ fällt vorerst weg. Ich denke, dass wird keine allzu große Veränderung mit sich bringen, da ohnehin bisher nur ein Werk vorhanden war und so schnell kann und will ich gar nicht irgendwelche Bandreihen verschlingen und rezensieren müssen.

Des Weiteren werde ich mich auch drauf und dranmachen und endlich einen Text über – tatsächlich, wer hätte es gedacht – mich schreiben. Auch wenn mir das unglaublich schwerfallen wird. Etwas, dass man, wenn man mich reden hört und kennt, gar nicht meinen könnte (Vorsicht: Ironie)!

Auch den Beitrag zum Neuen Jahr werde ich stetig erweitern, das heißt für euch: Schaut doch immer mal wieder dort vorbei. Und wie immer nehme ich mit Freuden gerne Lesevorschläge an.

Eine Sache die mich noch beschäftigt und die ich vielleicht versuche in den Blog mit zu integrieren, ist die Kolumnen-Idee. Hauptsächlich werden solche Beiträge dann mit der Kategorie [Kolumne] gekennzeichnet sein. Diverse andere Beiträge, abseits der Rezensionsrubrik, bleiben dabei unter [Geplauder] zu finden.

Abschließend wird sich noch rund um das Blogdesgin einiges tun. Ich werde wahrscheinlich wieder zu meiner ursprünglichen Entwurfidee zurückkehren und das Ganze im Reclam-Stil halten, da mir das momentane Design zu sehr an Effi Briest aka Frauen-Tratsch-Roman angelehnt ist. Wobei dieser Arbeitsschritt sicherlich noch auf sich warten lässt aus den diversen Zeitmängel.

Also hoffe ich, dass ich euch weiterhin mit genauso viel Leidenschaft von der Welt der Bücher begeistern und berichten kann!

 

[Rezension] Alles über Heather.

„[…], seine Gedanken nun mehr unaussprechlich.“

Wärmstens empfohlen wurde mir das kleine Buch von Wissenstagebuch in meinem Beitrag zum Neujahr. Gekauft erst kürzlich und direkt am Tage darauf innerhalb zweier Stunden verschlungen.

978-3-498-09463-8Was vorweg zu sagen ist: Auch, wenn der grobe Handlungsablauf durch den Klappentext ein Stück weit vorhersehbar ist, so bleibt das Ende trotzdem unerwartet überraschend.

Mark und Karen Breakstone haben eine wunderbare Tochter: Ihr ganzes Dasein dreht sich nur um sie: Heather.

Bobby Klasky ist in seinem miserablen Leben niemals Glück oder Liebe begegnet. Doch jetzt weiss Bobby, was er will: Heather.

Mag sein, dass es etwas weniger plötzlich erscheint, da Weiner den tiefsten und auf schauerhafte Weise ehrlichsten Einblick in seine Figuren gewährt, den man selten in Romanen begegnet.

Ich muss auch gestehen, für dieses Buch habe ich sogar das aktuelle Leseprojekt Loney (Rezension folgt in Kürze) auf die Seite legen müssen. Alles über Heather ging einfach umwerfend leicht durch die Gedanken, wie weiche Butter in einem lauwarmen Topf. Es ist simpel verfasst, mit einem Hang zur Komik in etwas verschachtelten Sätzen. Beinah sympathisierend schildert Weiner alle Charaktere abwechselnd und verknüpft sie so bis zum dramatischen Ende – ich hoffe es sei mir gestattet dies vorweg zu nehmen, denn es ist definitiv kein typischer „Happy-End und a la Disneystory“ Roman. Zum Schluss sackt man in sich zusammen und grübelt über die gehegten Sympathien zu Figuren nach, die sich kontinuierlich in Gedanken beim Leseprozess fortgesponnen haben, um dann in der Gesamtheit als Netz, zum krönenden Schluss, erschüttert zu werden.

Was bleibt ist der Grundgedanke nach Gerechtigkeit. Was ist gerecht und wer handelt denn überhaupt gerecht?

Abschließend möchte ich doch noch auf das schöne Cover und die Buchmaterialien einen Toast aussprechen, denn nicht nur die Gestaltung des Einbands, sondern auch die Coverstärke und das Material sind wundervoll ausgewählt. Da bleibt mir nur ein Wort in den Raumzustellen um es zu beschreiben: Verborgen.

Anzumerken habe ich auch noch – und ja, mir ist vollkommen bewusst, dass ein Buch mit solch einer Gestaltung auch seinen Marktwert erzielen muss, vor allem da es auch noch so brillant ist – dass der Preis gerade grenzwertig ist in Anbetracht der Seitenzahl.

Rowohlt Hundert Augen
144 Seiten
16.00 €
ISBN 978 3 498 09463 8

#buylocal