[Kolumne] Eine sockenlose Frechheit oder: Wie man es auf eine Erkältung erst recht anlegt.

Vielleicht geht es nur mir so und nur ich bekomme schon einen Schüttelfrost, wenn ich all die jungen Frauen da draußen, bei minus 10 Grad, mit hübschen Wildledersneaker sehe und dann noch ebenso schöne wie hauchdünne Knöchelsöckchen tragend umher tänzeln oder eben erst gar keine Socken tragen. Wohlgemerkt in Kombination mit Hochwasserhosen. Und dann – natürlich, weil Mutter ja immer sagte „Kind zieh dich warm an“ – einen dicken wolluminösen Schal dazu tragen. Am besten kann man auch gleich ein ganzes Schaf um den Hals hängen, damit der Größenkontrast zu den Minisöckchen stimmt und es ganz im Maße des Goldene Schnitts´ ein Augenschmaus bleibt. So sei sie die junge schöne Gesellschaft. Aber „oh nein“ dann wurden die Knöchel nach längerem Aufenthalt, in der für den Winter gewöhnlichen Kälte, plötzlich knallrosa und meistens dunkelrot bis gar blau, weil mans´ ja nach einer Zeit eh schon nicht mehr spürt, ist dies nun auch schon völlig überflüssig.
Dabei ist es doch kein „Germanys next The-best-way-to-get-a-cold Contest“, der mit der schönsten fliederfarbenen Hautverfärbung und dem kühlsten Knöchel gewinnt. Und ich dachte immer es wäre nur wichtig einen „kühlen Kopf zu bewahren“.

Liebe Mädchen da draußen: Blasenentzündungen und Erkältungen kommen meistens dann, wenn man an Kopf oder Füßen friert. Nicht, weil Fabian von gestern Nacht dich angesteckt hat. Auch wenn es hübsch ausschaut, wartet doch noch ein paar Monate oder auch nur Wochen bis die Sonne die Knöchel auch in einer gesünderen Hautfarbe färbt.

Geht das nur mir so oder habt ihr auch schon dasselbe Phänomen beobachtet (ohne jetzt Jemandem zu nahe zu treten)?


Kolumnen-Idee mal ganz schlicht und flott umgesetzt. Die Thematik kann von Büchern bis über alltägliche unnütze Gedanken wandern. Wenn ihr mehr um und über die Blogidee zu den Kolumnen lesen wollt, könnt ihr das hier.